Ankerwechsel Verlag

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Wir nehmen euch mit auf das Hamburger Festival für Independent Publishing „INDIECON“. Auf dem waren wir Anfang September – zwischen Magazinen wie „Club Sandwich“ (alles, nur kein Foodmag), „This is Badland“ (beschäftigt sich mit Kunst und Kultur aus dem Balkan) oder dem „Daddy Magazine“, das marginalisierte Stimmen hörbar macht. 

Gemeinsam mit 70 internationalen Publisher*innen haben wir mit dem Ankerwechsel Verlag vom 3. bis zum 5 September im Hamburger Oberhafen das Festival für Independent Publishing INDIECON gefeiert. Während der abendlichen Konferenz konnten wir einige Projekte tiefer kennenlernen – von zwei wollen wir euch hier erzählen:

Revolutionieren mit Humor

Das „Daddy Magazin“ aus Berlin ist Printprojekt und Plattform für unterrepräsentierte Stimmen, die in traditionellen Medien noch viel zu wenig Beachtung finden. Das Magazin wurde mit dem Ziel gegründet, diversere Perspektiven in den Mittelpunkt zu stellen, neue Autor*innen zu veröffentlichen und schwierige Themen (wie Rassismus, Sexismus, Homophobie und Diskriminierung) mit Humor zu diskutieren (sofern dies möglich ist). Bereits 2016 hat Daddy als Online Magazin gestartet. Aktuell läuft der Pre-Sale zur nächsten Print-Ausgabe „The Dreams Issue“.

Das 'Publishing for change' Panel auf dem Indiecon Festival 2021 – Auf der Bühne sitzen: die Gründerinnen Nina Vukelić und Rafaela Kaćunić von 'This is Badland' (links) und Kemi Fatoba von 'Daddy Magazine' (mitte) mit Moderatorin Ariana Zustra (rechts)
PUBLISHING FOR SOCIAL CHANGE: die Gründerinnen Nina Vukelić und Rafaela Kaćunić von ‚This is Badland‘ (links) und Kemi Fatoba von ‚Daddy Magazine‘ (mitte) mit Moderatorin Ariana Zustra (rechts)

Ein Magazin über Gurken? Wieso nicht!

„Club Sandwich“ befasst sich in jeder Ausgabe mit einem bestimmten Lebensmittel und dessen kultureller und gesellschaftlicher Repräsentation – Schokolade, Gurken und neuerdings Wassermelone. Das Magazin ist keine Enzyklopädie, sondern eher eine vielfältige Sammlung an Kunst und informativen Inhalten, die mit Humor garniert sind. Ein gutes Beispiel für Print als Einladung zum Entdecken von Inhalten, die man nicht erwartet. In der Gurken-Ausgabe lernen wir zum Beispiel wie Gurkengläser in Indien mit dem tabuisierten Thema Menstruation zusammenhängen und dass eingelegte Gurken früher für Seefahrern eine Vitamin-C-Quelle waren und wie das wiederum zur Erfindung des versiegelten Glases führte…

Anna Broujean, die Pariser Publisherin dahinter, war Gästin des Panels „CRITICAL DESIGN FOR CRITICAL FUTURES“. Gemeinsam mit Liz Gomes vom OFF TO“ Magazine (einem Magazin, das sich progressiv der Entdeckung afrikanischer Metropolen widmet – mit den Augen derer, die sie gestalten) erzählte sie von den Herausforderungen in ihrer Arbeit.


Einen kleinen Rückblick zur INDIECON 2021 gibt’s auch auf dem Ankerwechsel Instagram-Kanal. Schaut vorbei!

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